Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde DAUN (von Erhart Schuffenhauer)

Vorwort

Über Reformation in der Eifel wurde viel geschrieben, der interessierte Leser bleibt aber oft verwirrt zurück.
Dies resultiert sicher aus den vielen subjektiven Einzelbetrachtungen.

„Eifel“ ist ein geografischer Begriff. Er beschreibt weitgehend ein Gebiet zwischen Aachen, Köln, Koblenz und Trier.
Von Daun aus sind das etwa 85 km bis Aachen, ebenso bis Köln, 60 km bis Koblenz, ebenso etwa bis Trier.
Daun liegt quasi im Mittelpunkt dieses Gebietes und die wenigen Menschen mit – wie auch immer – evangelischem Bekenntnis wohnen in diesem gesamten Gebiet „verstreut“.
Die Gemeinden werden daher als in der „Verstreuung“ lebend mit dem griechischen Wort „Diaspora – Gemeinden“ bezeichnet. Somit sehe ich Daun als das Zentrum rheinischer Diaspora.
Reformationsbemühungen lassen sich in den Anfängen nicht geografisch als „Eifel“ fassen,
sondern sind politischen Herrschaftsbereichen zuzuordnen.
Die Evangelische Kirche im Rheinland „EKiR“ hat insbesondere im Südbereich mit dem Kirchenkreis TRIER an Diasporagemeinden das größte Territorium. Weitere etliche Kirchenkreise sind hier „verstreut“.
Als Überblick rechts eine Karte unserer Landeskirche. Sie umfasst vier Bundesländer:
NORDRHEIN-WESTFALEN, RHEINLAND-PFALZ, HESSEN und das SAARLAND.
Die Grenze bilden im Westen die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich,
im Norden die Kirchenkreise Wesel und Kleve, im Süden die Bereiche Völklingen
und Saarbrücken und im Osten als Enklave in HESSEN die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar.

Auf der „Google Earth“ Karte wird der Gesamtbereich als gelbe Linie umrahmt, violett ist das Diasporagebiet mit Anteil Evangelischer Christen < 20% gekennzeichnet.